Samstag, 2. März 2013

Sünde, Strafe, Gnade, Ermahnung und Gemeindezucht

Ich werde wohl in näherer Zukunft zu keine ausführlichen Artikel veröffentlichen. trotzdem gibt es natürlich Themen die mich beschäftigen. Weil ich Euch aber trotzdem daran teilhaben lassen möchte, habe ich mich beschlossen einfach ein Inhaltsverzeichnis des nicht geschriebenen Artikels zu verfassen. Wer Lust hat kann gern einen Kommentar schreiben. Ich hab ja schließlich Spaß am Dialog ;-)

  • Was ist Sünde?
  • Was sind natürliche Konsequenzen von Sünde?
  • Wenn Täter auch Opfer sind. Sollen Sünden bestraft oder die Leidtragen unterstützt werden?
  • Jesu Umgang mit Sündern
  • Benennung von Sünde und das Recht zu Ermahnen
  • Aufruf zur Umkehr
  • Unterschiede in Anspruch und moralischen Vorstellungen bei/an Christen und Nicht-Christen
  • Kirche als Gemeinschaft bekennender Sünder


Ein weiteres interessantes Thema ist das Verhältnis von Gläubigen zu Andersgläubigen am Beispiel der Weisen aus der Weihnachtsgeschichte und der Samariterin am Brunnen.

Dienstag, 12. Februar 2013

Kein Jahresrückblick 2012

Es wird wohl keinen Jahresrückblick geben. Es sind ein paar Dinge passiert deren Auswirkungen ich noch nicht abschätzen kann. Ich habe mich in den letzte Monaten weiter verändert und ich muss sagen, dass der Mensch zu dem ich werde mir ganz gut gefällt. 2013 wird auf jedenfall Ereignisreich und wird mich sehr prägen.

Sonntag, 13. Januar 2013

Youth will go on

Gestern haben wir meiner Jugendgruppe die kommenden drei Monate geplant und haben danach Badminton gespielt. Dies ist das Ergebnis unserer Planung (wie alles auf diesem blog annonymisiert):

3. Januartermin (Freitag) Jugendgodi in  Stadt1 (bei Interesse beim Teenleiter melden)
3. Januartermin. Bowlingcenter (A. ist verantwortlich)
4. Januartermin. Adrian Plass in Stadt2 (M. bestellt am Donnerstag die Karten)


1. Februartermin: Themenabend (Jugendreferent - Themenwünsche noch möglich)
2. Februartermin. Vorbereitung vom 2.3. und dann Badminton
3. Februartermin. HelpingHands (muss noch geklärt werden ob der Termin passt)

1. Märztermin. gestalterischer Abend (B. ist verantwortlich) und für alle unkreativen: Kochen
2. Märztermin. Themenabend (Jugendreferent - Themenwünsche noch möglich)
3. Märztermin. HelpingHands (muss noch geklärt werden ob der Termin passt)
4. Märztermin. Fahrradtour (C. ist verantwortlich)
5. Märztermin. Anbetungsabend (muss noch geklärt werden ob der Termin passt)



Wenn ich mir diesen Plan angucke bin ich sehr zufrieden. Hier kann ich fast alles von dem entdecken war mir an Gemeinde wichtig ist.:
  • Ökumene: Wir besuchen Kirchen und Gemeinden anderer Konfessionen
  • Kochen, Kreativität, Sport & Spaß: Wir müssen nicht immer produktiv sein und können auch einfach mal eine schöne Zeit miteinander verbringen
  • Themenabende: Es geht nicht darum theologische Ansichten gleichzuschalten, sondern eine reflektierte Meinungsbildung zu ermöglichen
  • Diakonie: HelpingHands ist der Titel für unsere diakonischen Aktionen. Momentan bedeutet das, dass wir einen Dachboden renovieren.
  • Anbetung: Ohne die Beziehung zu Gott können wir uns schlecht Christen nennen. Für mich die intensivsten und liebsten Abende.
  • Alle bringen sich ein: Jeder der kommt hat Einfluss auf die Gruppe
Das ist natürlich nicht alles und es gibt auch noch ein, zwei Punkte die ich vermisse.
Meist bin ich nach einem gelungenen Abend (gute Stimmung, gut besucht) hochmotiviert und richtig gut gelaunt. - Wenn das Gegenteil der Fall ist fange ich schnell an über alternative Konzepte nachzudenken. Angesichts der zahlreichen Veränderungen die ich 2013 mitmachen werde und den zahlreichen Jugendlichen die wegziehen habe ich natürlich auch über die Jugend nachgedacht. Aber ich bin mir sicher ich werde weitermachen, denn die Jugend ist Ausdruck dessen was ich unter Christ-sein verstehe. Ohne sie könnte ich gleich aus meiner Gemeinde austreten.

Montag, 2. Juli 2012

Christen

Heute mittag war ich mit ein paar Komilitonen gemeinsam in der Mensa essen. Unter anderem reden wir über muslimische und christliche Konfessionen. Während wir zum Seminar zurücklaufen fragt mich eine der Studentinnen ob sie mir ein paar Fragen zum christlichen Glauben stellen darf. Sie ist 31 und ich sei der erste Christ dem sie begegnet, der seinen Glauben praktiziert.....

armes Deutschland

Dienstag, 22. Mai 2012

Montag

Vier Mal lasse ich mich an diesem Morgen von meinem Wecker stören. Weil ich so spät dran bin lasse ich das Frühstück weg und beschränke mich auf ein Glas Saft gegen meine Halsschmerzen. Etwa eine Stunde später verlasse ich bei strahlendem Wetter und fünf Minuten zu spät das Haus. (Am Nachmittag wird mir aufgehen, dass ich nicht fünf Minuten zu spät sondern fünfzehn zu früh war.) Während ich zur Bahn sprinte denke ich an einen alten Klassenkameraden. Seit dem Abi beschränkt sich unser Kontakt auf ca. drei zufällige Treffen am Bahnsteig pro Jahr. Ich würd ihn gerne einladen mit ein paar Freunden und mir in den Urlaub zu fahren. Daher bete ich, dass wir uns gleich treffen.
Dann gibts noch ein unfreiwilliges Frühstück zusammen mit der Erkenntnis, dass man beim Laufen besser nicht durch den Mund atmet. (Eigentlich find ich Insekten ja cool, aber das was echt widerlich.)
Naja trotz dieser kleinen Unannehmlichkeit erreiche ich keuchen und durchgeschwitzt mein Gleis. Gerade noch rechtzeitig und ein paar Sätze mit meinen alten Freund auszutauschen und ihn einzuladen. Dann kommen unsere Züge. Ich glaube das wird ein schöner Tag.

Freitag, 18. Mai 2012

Zwischen zwei Welten

Glauben ist ein Lebensstil. Der Gedanke ist in Deutschland sehr fremd geworden, zeigt aber sehr schön auf wie elementar unterschiedlich die Vorstellungen sind wenn ich mit meinen Kommilitonen über den Glaube rede. Es sind zwei Welten die aufeinander knallen.
Wir sitzen in einem Seminar und reden über Schöpfungsmythologien. Mich nervt das ganze nur, weil das Thema schon tausend mal rauf und runter diskutiert habe. Wenn interessierts, ob Adam einen Bachnabel hatte?
Mein Sitznachbar (um die 30) hält zum ersten mal in seinem Leben Genesis 1 in den Händen. Zuerst halte ich das für einen Scherz, bis ich schnalle das das stimmt.
Aber es sind nicht nur Unterschiede was theologisches Wissen angeht die mir auffallen.
In Erziehungswissenschaften reden wir über Familienformen, Familienideale und die Familienrealität. Ich sitze neben einer befreundeten Christen und wir fühlen uns wie Fremdkörper. Wir haben beide Geschwister und Eltern die mit ihrem ersten Partner verheiratet sind. Fast kommt der Eindruck bei uns auf, als müssten wir uns dafür rechtfertigen.
In Beratungspsychologie wird eine gelernte Form der Gesprächsführung in einem Rollenspiel geübt. Meine Kommilitonen denken sich ein Beispiel in dem die 14 jährige Tochter einen 19 jährigen Freund hat. Die beiden wollen ihre Beziehung erste sexuelle Erfahrungen sammeln (ob es für den Jungen die ersten sind, bleibt unklar). Die Mutter unterstützt das, der Vater ist ganz gegen die Beziehung. Während ich  mich noch Frage, ob Sex mit Minderjährigen nicht illegal ist (wird überhaupt nicht thematisiert), wird die Einstellung des Vaters als "altbacken" hingestellt.
Sind meinen Vorstellungen zu Ehe und Sexualität so ungewöhnlich?

Alle drei Beispiele haben sich in den letzten zwei Wochen abgespielt und ich könnte die Liste wohl noch um einiges verlängern. Dabei fühle ich mich wie ein Alien im eigenen Heimatland.

Der Graben der sich zwischen mir und meinem Umfeld auftut bekommt immer klarer Umrisse. Gleichzeitig bin ich doch zunehmend dankbar auf dieser Seite zu stehen. Hier ist einfach mehr Harmonie. Klar ist auch hier einiges kaputt, aber Wunden scheinen schneller zu heilen und man hilft sich durch schwere Zeiten.
Auf der anderen Seite begegnen mir immer viele sympathische Menschen von denen ich einige Freunde nennen darf. In meiner Vorstellung würden sie so gut auf meine Seite des Grabens passen und ich wünsche mir so sehr ihnen diese kleine, versteckte Subkultur zu zeigen in der ich lebe. Doch mir fehlen die Worte. Es scheint zu viel zu sein.

 Als Christen wollen wir die Gesellschaft durchdringen. Auf kultureller Ebene (Musik, Arbeit, Politik, Umgangsformen) wird das vielleicht möglich sein. Doch die Sinnfrage wird immer zwischen der christlichen Szene und der übrigen Gesellschaft sein. Wobei der Mehrheit noch nicht mal klar zu sein scheint welche Bedeutung wir der Sache beimessen.

Sonntag, 22. April 2012

Ich schreibe

Ich will eine neue Postreihe unter dem Stichwort "Gedankenfotos" eröffnen. Wenn ich meine Texte lese, mache ich das sehr ruhig und langsam. Nach jeder Zeile mache ich eine kurze Pause. Mit den "Gedankenfotos" will ich eine kurze Momentaufnahme machen wie es mir gerade geht. Am Sonntagabend habe ich vor dem Einschlafen folgendes geschrieben:

Ich bin unruhig, fühle mich unterfordert.
Die Zeit zieht vorbei. Das Leben funktioniert.
Hin und wieder ein Glücksmoment,
Ich habe Zeit. - Ich habe Zeit und weiß nicht wohin.
Mein Alltag ist friedlich. Friedhöflich?
Nicht besinnlich. Noch fröhlich.
Treffe ich Freunde ist alles gut. Die sind aber nicht immer da.

Ich will nicht tiefer in mir graben.
Ich habe Angst.
Angst vor dem was ich finden würde.
Ich will nicht graben.
Denn ich weiß was ich finden würde.

Bin ich bedeutsam? Bin ich ersetzbar? Bin ich wertvoll?
Ja,  nur - irgendwie fühlt es sich nicht ganz so an.

Selbstzweifel nagen. Bin ich auf dem richtigen Weg?

Morgen ist Montag. - Morgen geht es weiter.